
Einleitung
Die Blue GmbH ist in den letzten Jahren durch Forderungen, Rechnungen und rechtliche Auseinandersetzungen aufgefallen. Besonders Gewerbetreibende, Freiberufler und kleinere Unternehmen berichten von Problemen rund um angebliche Verträge und Telefonate mit einem Marketingbüro, das sich auf Google Business und die Optimierung von Business Einträgen berufen soll.
Dieser Artikel beleuchtet, was es mit der Blue GmbH auf sich hat, welche Mandanten betroffen sind und wie man sich gegen Forderungen, Mahnungen oder gar ein Gerichtsverfahren wehren kann.
Was macht die Blue GmbH?
Die Blue GmbH tritt nach außen als Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Marketing, Google Business und Optimierung von Einträgen auf. In vielen Fällen geht es um die Einrichtung oder Pflege eines Unternehmensprofilsbei Google oder die angebliche Verbesserung der Reichweite durch Google Ads. Manche Kunden berichten von einem Anrufer, der während eines Gesprächs den Eindruck erweckt, es ginge lediglich um die Verlängerung eines bestehenden Business Eintrags. Am Ende erhalten sie jedoch eine Rechnung über mehrere Hundert Euro.
Der Ablauf – von Telefonat bis Rechnung

Ein zentrales Muster ist das Telefonat mit der Blue GmbH. Im Rahmen solcher Gespräche werden angeblich Dienstleistungen zur Optimierung oder Pflege des Google My Business-Profils angeboten. Viele Betroffene berichten, dass sie nach einem kurzen Telefonat bereits einen Vertragsschluss bestätigt haben sollen – oft ohne klare Information über Kosten, Laufzeit oder die genauen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Später folgen Rechnungen, Mahnungen und im Einzelfall sogar Mahnbescheide.
Vorgehensweise
Die Vorgehensweise wirkt dabei stets ähnlich: Ein Anrufer verweist auf einen bestehenden Business Eintrag bei Google und vermittelt, dass eine Optimierung oder Verlängerung erforderlich sei. Nach der Zustimmung kommt es zu einer Rechnung oder einer angeblichen Zahlungspflicht. Viele Mandanten berichten, dass die Vorgehensweise auf Verunsicherung und Vorsicht abzielt. Betroffene geraten dadurch schnell in die Situation, Geld zahlen zu sollen, obwohl sie der Auffassung sind, gar keinen wirksamen Vertrag abgeschlossen zu haben.
Forderungen und Mahnungen
Im Anschluss an die angeblichen Vertragsabschlüsse verschickt die Blue GmbH regelmäßig Rechnungen. Bleiben diese unbezahlt, folgen Mahnungen oder sogar rechtliche Schritte. Einige Fälle landen beim Amtsgericht, wo Rechtsanwälte die Interessen der Beklagten vertreten müssen. Die Blue GmbH argumentiert häufig mit abgeschlossenen Verträgen und verweist auf angebliche Leistungen, die erbracht worden seien. Für die Betroffenen bedeutet das oft Stress, Ärger und eine erhebliche Belastung.
Gerichtliche Verfahren und Urteile

Mehrere Fälle sind bereits vor Gericht gelandet. Das Amtsgericht Kleve ist dabei besonders oft genannt worden, wenn es um Verfahren gegen die Blue GmbH geht. In solchen Prozessen müssen die Beklagten darlegen, dass sie weder eine klare Leistung beauftragt noch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstanden haben. Ein Urteilkann unterschiedlich ausfallen, abhängig von Beweisen und Dokumentation des Gesprächs. In manchen Fällenkonnten sich Mandanten erfolgreich auf Widerruf, Anfechtung oder fehlende Transparenz berufen.
Namen und handelnde Personen
Im Zusammenhang mit der Blue GmbH tauchen wiederholt die Namen Steven Raedel und Doris Schneider auf. Beide sollen als Verantwortliche oder handelnde Personen auftreten, wenn es um den Abschluss oder die Durchsetzung von Verträgen geht. Ihre Rolle wird in mehreren Erfahrungen von Kunden und Mandanten genannt.
Standort und Adresse

Die Blue GmbH wird regelmäßig mit einem Standort in Kleve in Verbindung gebracht. Angaben zu Adresse, Telefonoder E-Mail tauchen auf verschiedenen Schreiben auf. Ob diese Daten immer aktuell sind, ist schwer zu prüfen, da manche Betroffene von Problemen bei der direkten Kontaktaufnahme berichten.
Betroffene Branchen
Besonders gefährdet sind Gewerbetreibende, Freiberufler und kleinere Unternehmen, die ihre Präsenz im Internetverbessern wollen. Gerade die Aussicht auf mehr Reichweite und bessere Auffindbarkeit über Google macht die Angebote der Blue GmbH auf den ersten Blick attraktiv. Doch im Erachtens vieler Betroffener steht der Nutzen in keinem Verhältnis zu den geforderten Kosten.
Rolle von Google Business
Immer wieder steht Google Business im Mittelpunkt der Streitigkeiten. Die Blue GmbH verweist auf Einträge, Optimierungen und Google Ads, um den Auftrag zu rechtfertigen. Allerdings ist es wichtig zu betonen: Der offizielle Google My Business-Dienst ist kostenlos. Die Kosten entstehen erst durch externe Anbieter wie die Blue GmbH, die sich auf Dienstleistungen im Umfeld von Google spezialisiert haben.
Mandanten und Erfahrungen
Viele Mandanten und Kunden teilen online ihre Erfahrungen mit der Blue GmbH. Häufig berichten sie von unerwarteten Forderungen, unklaren Leistungen und fehlender Transparenz. Die Fälle zeigen, dass vor allem Vorsicht geboten ist, wenn ein Anrufer im Namen eines Marketingbüros auftritt.
Abwehr und rechtliche Möglichkeiten
Für Betroffene ist es entscheidend, schnell zu handeln. Ein Widerruf oder eine Anfechtung kann in manchen Fällenwirksam sein. Auch die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt oder eine spezialisierte Plattform wie smartkündigen.de ist sinnvoll, um Verträge zu prüfen und eine rechtssichere Abwehr einzuleiten. Je nach Vertragsschluss und Unterlagen kann die Lösung unterschiedlich aussehen.
Beratung und Hilfe für Betroffene
Plattformen wie smartkündigen.de bieten Beratung und konkrete Hilfe bei der Kündigung fragwürdiger Verträge. Mandanten erhalten Unterstützung bei der Erstellung von Schreiben, der Klärung von Fragen und der Abwehr von Forderungen. Auch ein Vergleich von Anbietern und eine unabhängige Einschätzung können sinnvoll sein.
Fazit zur Blue GmbH

Die zahlreichen Fälle rund um die Blue GmbH verdeutlichen, dass Vorsicht geboten ist. Wer als Gewerbetreibender oder Freiberufler auf einen unerwarteten Telefon-Anruf eines Mitarbeiters der Firma reagiert, kann sich sich später mit einer Rechnung oder sogar Mahnungen konfrontiert wiederfinden. Für viele Opfer stellt sich dann die Frage nach dem tatsächlichen Grund der Forderung und ob ein wirksamer Vertrag überhaupt zustande gekommen ist. Gerade in solchen Momenten möchten Betroffene nicht lange warten, sondern schnell eine klare Antwort auf ihre Fragen erhalten.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Darstellung im Internet: Häufig wird mit Google Business, einem Unternehmensprofil oder einer Webseite argumentiert, die angeblich optimiert werden soll. Die angebotenen Dienstleistungen wirken dabei zunächst seriös, doch der versprochene Erfolg bleibt nach den Berichten vieler Kunden in der Praxis oft aus. Transparenz und Sicherheit sind hier nicht immer gewährleistet, was für zusätzliche Verunsicherung sorgt.
Aus rechtlicher Sicht gilt die Regel, dass nur klare und nachvollziehbare Verträge mit einem eindeutig benannten Vertragspartner bindend sind. Fehlende oder widersprüchliche Hinweise können deshalb ein Ansatzpunkt für eine wirksame Abwehr sein. Betroffene sollten ihre Verträge und Unterlagen genau prüfen und im Zweifel professionelle Beratung in Anspruch nehmen.
Letztlich zeigt sich: Die Blue GmbH ist ein Unternehmen, bei dem Verbraucher und Mandanten besonders aufmerksam sein sollten. Unklare Vertragsschlüsse, aggressive Maschen und fragwürdige Forderungen lassen sich jedoch anfechten. Mit den richtigen Informationen und einer gezielten Strategie können Betroffene ihre Rechte wahren und ihre Position stärken – damit sie nicht zum Opfer werden, sondern am Ende einen echten Erfolg erzielen.

