In diesem Beitrag erfahren Sie, was hinter einer Abmahnung von KSP Rechtsanwälte im Auftrag der DPA Picture Alliance GmbH steckt. Wir erklären, welche Forderungen geltend gemacht werden, welche Rechte Betroffene haben und wie Sie richtig reagieren.

Wer sind KSP Rechtsanwälte?
KSP Rechtsanwälte ist eine Kanzlei mit Sitz in Frankfurt am Main. Die KSP Kanzlei tritt regelmäßig als Abmahner im Bereich Urheberrecht auf. Besonders häufig versenden KSP Rechtsanwälte eine Abmahnung im Auftrag der DPA Picture Alliance GmbH oder der DPA Picture Alliance.
Die Kanzlei, teilweise auch als KSP Dr. Seegers bezeichnet, handelt im Auftrag verschiedener Mandanten. Zu den bekannten Namen zählen die DPA Picture Alliance GmbH sowie weitere Bildagenturen. In den Schreiben finden sich häufig die Namen Dr. Seegers oder Dr. Frankenheim als verantwortliche Rechtsanwälte.
Ist KSP ein Inkasso?

KSP ist kein klassisches Inkassounternehmen. KSP Rechtsanwälte sind eine Rechtsanwaltsgesellschaft GmbH und keine reine Inkassostelle. Anders als ein Inkasso-Unternehmen verfolgen KSP Rechtsanwälte urheberrechtliche Ansprüche und sprechen Abmahnungen aus.
In vielen Fällen geht es nicht um klassische Inkasso-Forderungen, sondern um eine Abmahnung wegen einer angeblichen Urheberrechtsverletzung. Dennoch enthalten die Schreiben regelmäßig eine Zahlungsaufforderung sowie konkrete Forderungen, etwa Schadensersatz, Dokumentationskosten und Zinsen.
Welche Kanzlei vertritt PayPal?
Im Zusammenhang mit PayPal wird häufig gefragt, ob ebenfalls KSP Rechtsanwälte tätig sind. Grundsätzlich kann PayPal von unterschiedlichen Rechtsanwälten oder Kanzleien vertreten werden. KSP Rechtsanwälte sind vor allem im Bereich Urheberrecht und Bildnutzung für die DPA Picture Alliance GmbH bekannt.
Ob im Einzelfall eine bestimmte Kanzlei PayPal vertritt, hängt vom jeweiligen Fall und dem konkreten Auftrag ab.
Klassischer Inhalt einer Abmahnung

Eine Abmahnung von KSP Rechtsanwälte enthält regelmäßig folgende Punkte:
- Darstellung der angeblichen Urheberrechtsverletzung
- Benennung des betroffenen Bildes
- Angaben zur DPA Picture Alliance GmbH als Rechteinhaberin
- Berechnung von Schadensersatz
- Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung
- Zahlungsaufforderung inklusive Dokumentationskosten und Zinsen
Das Abmahnschreiben wird in der Regel per Post versendet. Teilweise erfolgt zusätzlich eine E-Mail mit weiteren Informationen.
Worum geht es bei der Bildnutzung?

Im Mittelpunkt steht die Nutzung eines Bildes ohne gültige Lizenz. Häufig betrifft dies Fotos, die auf Webseiten, Blogs, Facebook oder anderen Netzwerken eingebunden wurden.
Auch das Teilen von Beiträgen auf Facebook kann problematisch sein, wenn das Bild eigenständig hochgeladen wurde. Entscheidend ist, ob eine wirksame Lizenz und entsprechende Nutzungsrechte vorlagen.
Urheberrecht und Anspruch auf Schadensersatz
Das Urheberrecht schützt Fotos und andere Werke. Liegt eine Urheberrechtsverletzung vor, kann die DPA Picture Alliance GmbH einen Anspruch auf Schadensersatz geltend machen.
KSP Rechtsanwälte berechnen den Schadensersatz häufig auf Grundlage fiktiver Lizenzgebühren. Zusätzlich werden Dokumentationskosten, Zinsen sowie Rechtsanwaltskosten geltend gemacht. Der geforderte Betrag kann mehrere hundert oder sogar tausend Euro betragen.
Unterlassungserklärung: Was bedeutet das?
Zentraler Bestandteil jeder Abmahnung ist die Unterlassungserklärung. Mit dieser Erklärung verpflichten sich Betroffene, das betroffene Bild künftig nicht mehr zu nutzen.
Die vorformulierte Unterlassungserklärung der KSP Kanzlei ist jedoch meist sehr weitreichend. Sie enthält häufig Vertragsstrafenregelungen. Eine ungeprüfte Unterschrift kann langfristige Nachteile mit sich bringen.
Wie sollten Betroffene reagieren?

Wenn Sie eine Abmahnung von KSP Rechtsanwälte im Auftrag der DPA Picture Alliance GmbH erhalten haben, gilt:
Bewahren Sie Ruhe. Zahlen Sie nicht vorschnell. Unterschreiben Sie die Unterlassungserklärung nicht ungeprüft.
Prüfen Sie sorgfältig, ob tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. War das Bild frei nutzbar? Bestand eine gültige Lizenz? Wurde die Quelle ordnungsgemäß angegeben?
Fallstricke
Ein häufiger Fehler besteht darin, die gesetzte Frist zu ignorieren. Auch eine vorschnelle Zahlung kann problematisch sein.
Ebenso riskant ist es, die Unterlassungserklärung unverändert zu unterschreiben. Hier empfiehlt sich anwaltliche Unterstützung. Ein spezialisierter Anwalt kann geeignete Verteidigungsstrategien entwickeln und prüfen, ob die Forderungen in voller Höhe bestehen.
Rolle von Facebook und sozialen Netzwerken
Viele Fälle betreffen Beiträge auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken. Nutzer teilen Bilder oder laden Fotos hoch, ohne sich über die rechtlichen Folgen im Klaren zu sein.
Auch Privatpersonen sind nicht automatisch von einer Abmahnung ausgenommen. Das Urheberrecht gilt unabhängig davon, ob ein Unternehmen oder eine Privatperson handelt.
Dokumentationskosten und Zinsen
Neben dem Schadensersatz werden häufig Dokumentationskosten geltend gemacht. Diese sollen den Aufwand der Beweissicherung abdecken.
Zusätzlich können Zinsen verlangt werden. Der Gesamtbetrag setzt sich somit aus mehreren Positionen zusammen.
Warum Sie nichts ignorieren sollten
Auch wenn es naheliegend erscheint, sollten Sie das Schreiben der KSP Kanzlei nicht ignorieren. Erfolgt keine Reaktion, kann die Gegenseite gerichtliche Schritte einleiten.
Im schlimmsten Fall entstehen zusätzliche Kosten durch ein gerichtliches Verfahren.
Unterstützung durch Smartkündigen.de

Wenn Sie Schwierigkeiten mit KSP Rechtsanwälte oder einer Abmahnung der DPA Picture Alliance GmbH haben, bietet Smartkündigen.de Ihnen eine kostenfreie Ersteinschätzung Ihrer Situation. Unser Tipp: Nutzen Sie unseren kostenlosen Abmahn-Check und lassen Sie sich von unseren Experten unterstützen.
Wir helfen Betroffenen dabei, Schreiben zu prüfen, Forderungen einzuordnen und die richtige Vorgehensweise im konkreten Fall zu finden.
Fazit

KSP Rechtsanwälte treten regelmäßig im Auftrag der DPA Picture Alliance GmbH auf und versenden Abmahnungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen. Im Mittelpunkt steht meist die unzulässige Nutzung eines Bildes ohne Lizenz.
Betroffene sollten ihre Rechte kennen, die Forderungen sorgfältig prüfen und eine Unterlassungserklärung niemals ungeprüft unterschreiben. Eine strukturierte und sachliche Reaktion ist entscheidend, um unnötige Kosten zu vermeiden.

